Veilchenwurzel giftig für zahnende Kinder? Nein!

Immer wieder kommt die Frage auf, ob die Veilchenwurzel giftig ist oder nicht. Hier kann ganz klar beruhigt werden, die Veilchenwurzel ist nicht giftig und an sich auch nicht schädlich (zur ganz anderen Frage der Hygiene siehe weiter unten). Interessant dazu auch: Veilchenwurzel pro und contra.

Veilchenwurzel ist ein Teil der Schwertlilie

Bei der Veilchenwurzel handelt es sich um einen Teil der Schwertlilie. Und zwar um das Rhizom, wie ein Teil der Wurzel genannt wird. Bei einem Rhizom handelt es sich um einen Wurzelstock, so ähnlich halt wie eine Karotte. Richtig ist, dass die Schwertlilie schon lange in der Naturmedizin angewandt wird, sie hilft hier bei der Wundbehandlung. Richtig ist auch, dass die Schwertlilie bei unsachgemäßer Einnahme durchaus giftig ist. Aber das gilt eben nur für bestimmte Pflanzenteile und nicht für das Rhizom, das eben als Veilchenwurzel beim Zahnen hilft.

Karotte, Kartoffel, Veilchenwurzel, Petersilienwurzel – Alles ein Rhizom

Ein sehr bekanntes Rhizom ist zum Beispiel die Karotte oder die Petersilienwurzel. Oder auch der Rettich und das Radieschen. Ein sehr gutes Beispiel ist aber auch die Kartoffel. Auch bei der Kartoffel handelt es sich um einen Teil der Wurzel. Und auch die Kartoffelpflanze ist nicht vollständig essbar. So gilt bei der Kartoffel: Giftig oben, nahrhaft unten. Wobei man Kartoffeln, anders als die Veilchenwurzel, auch nicht unbedingt roh verspeisen sollte. Kartoffel – giftig oben – nahrhaft unten. Die rohe Kartoffel steht zum Beispiel auch in der Liste, der für Hunde verbotenen Lebensmittel.

Veilchenwurzel schädlich oder doch unschädlich?

Allerdings gibt es noch eine andere Frage rund um die Unschädlichkeit bzw. Schädlichkeit einer Veilchenwurzel für das Baby. Zum einen ist das der Sicherheitsaspekt. Eine Veilchenkette darf niemals an einer Schnur um den Hals eines Babys hängen, da wäre die Strangulationsgefahr einfach zu groß (besser ist es, wenn die Veilchenwurzel Teil einer Schnullerkette ist, zum Beispiel). Und dann ist da noch die Sache mit der Hygiene. Da wird die Veilchenwurzel vom Baby mal in den Mund genommen, mal aber auch abgelegt und schon ist Staub oder Dreck dran. Wenn man die Veilchenwurzel aber regelmäßig richtig reinigt, dann besteht auch hier keine Gefahr für das Baby.

Wechselwirkung mit Medikamenten und Co.

Wechselwirkungen oder Gegenanzeigen mit anderen Arzneimitteln sind bei der Veilchenwurzel nicht bekannt.

Siehe auch Wirkung Veilchenwurzel und Veilchenwurzel fürs Baby.